Frühschwangerschaft

Ist eine Flugreise innerhalb Europas während der ersten drei Schwangerschaftsmonate unbedenklich?
  • Soweit es heute gut abgesichertes Wissen gibt, ist Flugreisen die sicherste Art zu reisen während der Schwangerschaft. Das gilt auch für die Frühschwangerschaft.
Meine Periode ist ein paar Tage überfällig, meine Brüste schmerzen und ich habe auch Schmerzen, als ob ich die Regel hätte. Ein Schwangerschaftstest war negativ. Ich bin sehr im Stress. Kann das daran liegen, das meine Periode ausbleibt? Ich nehme keine Pille sondern mechanische Verhütungsmittel (Kondome). Meine Regel ist normalerweise ziemlich regelmäßig. Und ich war auch erst vor ca. zwei Monaten beim Arzt da war alles in Ordnung. Ich hatte vor einem Jahr eine Abtreibung.
  • Erstens gibt es auch falsche negative Schwangerschaftstests und zweitens kann auch Stress all diese Beschwerden verursachen.
Wie kann ich wissen ob ich schwanger bin oder nicht welche Anzeigen gibt es! Wenn ich noch keinen Schwangerschaftstest gemacht habe! Wie kann ich es merken?
  • Es gibt unsichere und sichere Zeichen für eine Schwangerschaft: Sicher: positiver Test; Unsicher: Ausbleiben der Regel und Spannen der Brüste Darum: Machen Sie lieber einen Test, zuhause oder bei Ihrem Frauenarzt/Frauenärztin.
Ich bin in der 5. SSW, habe jedoch erst in zwei Wochen einen Termin bei meinem Facharzt. Ich würde gerne schon jetzt wissen, wann das Herz des Babys ungefähr per Ultraschall zu sehen ist und wann ich mit den ersten Übelkeitsanfällen rechnen kann. Meine Blase ist auch noch nicht überaktiv, nur die Brustwarzen tun jetzt weh.
  • Ab der 7. Woche kann man das Herz des Babys mittels Ultraschall schlagen sehen. Übelkeit muss überhaupt nicht passieren! Die Blase macht eher gegen Ende der Schwangerschaft Beschwerden, und zwar ist das Leitsymptom häufigerer Harndrang. Und die Überempfindlichkeit der Brustwarzen ist auch normal.
Ich bin Ende 7. Woche schwanger und mein Arzt meinte der Eidotter sei nicht so prall, wie er sein soll und das könne evtl auf eine Entwicklungsstörung hindeuten. In drei Wochen könne man mehr sagen. Nun habe ich Panik, daß es durch den "eingefallenen" Eidotter evtl zu einer Entwicklungsstörung kommt, die nicht auf dem Ultraschall zu erkennen ist? Kann das sein? Worauf muß ich gefaßt sein? Wie sicher ist die Diagnose per Eidotter ?
  • Ich kenne die Beurteilung der Prallheit des Dottersacks nicht. Bekannt ist mir hingegen, dass die Größe eine Bedeutung hat: über 5 mm Durchmesser ist ein Hinweis auf eine Störung. Am besten ist sicher eine Verlaufskontrolle: dann kann Ihr Arzt einerseits das Größenwachstum des Embryos beurteilen und andereseits muss er irgendwann Herztöne finden. Frühestens gelingt das in der 7. Woche. Aber das Wichtigste: Sie kriegen ein normales Kind oder keines. Aufgrund des Dottersackes ist mir nicht bekannt, dass nachhaltige bleibende Schäden entstehen.
Ich bin schwanger. Meine letzte Regel war vor 8 Wochen. Es könnte sein, daß ich eine Pilzerkrankung habe. Ich bin mir aber nicht ganz sicher. Ist eine Pilzerkrankung gefährlich für das Baby?
  • Pilzinfektionen sind für Ihr Baby absolut ungefährlich. Sie sind lästig und daher sollte frau sie behandeln. Sonst nichts.
Ich bin Anfang der 20. Woche schwanger und möchte gerne noch auf Urlaub fliegen. Wie lange ist das möglich?
  • Im Prinzip ist es die ganze Schwangerschaft möglich, per Flugzeug zu reisen. Die Fluggesellschaften verlangen allerdings ab der 32. Schwangerschaftswoche ein ärztliches Attest.
Am 13. Zyklustag hatte ich den Eisprung (Temperatur, Schleimstruktur, Mittelschmerz). Heute bin ich am 23. Zyklustag und habe seit zwei Tagen ein Ziehen im Unterleib und im Rücken. Könnten das Anzeichen einer Frühschwangerschaft sein? Ich würde mich sehr freuen, da wir seit 5 Monaten für unser 3. Kind "üben".
  • Das Ziehen im Unterbauch könnte natürlich Hinweis auf eine Frühschwangerschaft sein, aber doch viel eher ist es ein Vorzeichen der nahenden Regelblutung.
Ich bin in der 11. Schwangerschaftswoche und leide seit einigen Wochen den ganzen Tag unter Übelkeit. Homöopathische Tropfen und Akupressurbänder haben nicht geholfen. Ich möchte jetzt Ihren Tee gegen Morgenübelkeit probieren. Meine Frage dazu: Kann man diesen Tee auch mehrmals am Tag trinken? Gibt es noch weitere Tips gegen die Übelkeit?
  • Ganz generell können Sie damit rechnen, dass die Übelkeit rund um die 12. Woche - fast immer - verschwindet. Sollte dem nicht so sein, so hat einerseits die Homöopathie viele verschiedene Mittel zur Verfügung und andererseits kann es im Einzelfall immer wieder mal sinnvoll sein, ein schulmedizinisches Mittel anzuwenden.
In einem Buch habe ich gelesen, daß Weichkäse und Streichkäse nicht während der Schwangerschaft gegessen werden sollen, wegen Listeriosebakterien. Meine Frage stimmt das? Ich bin nämlich schon in der 22. Schwangerschaftswoche und Streichkäse habe ich oft gegessen. Was kann passieren?
  • Im Prinzip ist diese Feststellung richtig, bloß das mit dem Streichkäse ist mir nicht bekannt. Außerdem ist die Gefahr nur bei Käsen aus nichtpasteurisierter Milch groß. Ansonsten ist sie zu vernachlässigen. Kinderärzte werden Ihnen sagen, wie selten Listerioseinfektionen bei Neugeborenen sind. Ich kann mich an zwei erinnern, wobei die eine Frau weder Milch noch Käse gegessen hat.
Meine Freundin, derzeit in der 15. Woche schwanger, hat nach dem Geschlechtsverkehr Schmerzen im Unterbauch, die nach 5-10 Minuten wieder vergehen. Ist das normal?
  • Das beschriebene Symptom ist nichts Abnormales. Wenn Ihre Freundin einen Höhepunkt (Orgasmus) hat, so kommt es zu einem rhythmischen Zusammenziehen der Gebärmutter, das ein paar Minuten andauert. Alles andere ist nicht normal und bedarf einer ärztlichen Kontrolle.
Ich bin mit meinem zweiten Kind in der 18. Woche schwanger. Nun habe ich bereits Schwangerschaftswehen, d.h. mein Unterbauch wird manchmal hart. Bei meinem ersten Kind habe ich diese viel später gespürt. Sind das einfach die normalen Kontraktionen, die ich jetzt vielleicht schon eher mitbekomme, oder muss ich etwas unternehmen (Magnesium, ausruhen)?
  • Wesentlich ist nicht ,dass Ihr Bauch hart wird, sondern wie das Muster des Hartwerdens aussieht. Bedenkliche Kontraktionen dauern zwischen 30 und 60 Sekunden und treten mindestens dreimal pro Stunde auf und das über mindestens zwei Stunden. Anders gesagt: alle Kontraktionen, die kürzer als 30 oder länger als 60 Sekunden dauern bzw. seltener als oben beschrieben auftreten, sind ungefährlich. Im Zweifelsfall sollten Sie aber Ihre Ärztin oder Ihren Arzt aufsuchen.
Wir haben so lange auf ein Baby gewartet. Jetzt ist es endlich soweit. Noch dazu geht es mir blendend! Ich hab natürlich unheimlich Lust, sobald wie möglich an diversen Kursen teilzunehmen, auch um andere Schwangere kennenzulernen. Aber ab wann ist das sinnvoll? Ich bin erst in der 6. Woche!
  • Ich habe gute Erfahrungen mit Entspannungskursen z.B. Yoga od. Autogenes Training für Schwangere gemacht. Angebote finden Sie auf unseren Internetseiten im Veranstaltungskalender. Wenn Sie Fragen dazu haben, rufen Sie doch einfach an.
Ich befinde mich in der 22. Schwangerschaftswoche! Ich habe seit dem Wochenende zeitweise ein starkes Ziehen im Unterleib! Die Freundin meines Vaters (sie hat bereits 5 Kinder zur Welt gebracht) meint, es wären die Mutterbänder! Meine Frage, was kann ich dagegen tun, bzw. wie kann ich diese Mutterbänder trainieren oder gezielt entlasten? In Seitenlage habe ich so gut wie keine Schmerzen, allerdings arbeite ich im Büro und bin somit acht Stunden am Tag am Sitzen!
  • Aus Ihren Angaben kann ich nur soviel entnehmen, dass Sie mit Ihrem Arzt Kontakt aufnehmen sollten. Meistens ist dieses Ziehen vollkommen harmlos und ein Zeichen für das Wachstum der Gebärmutter. Es könnte aber auch ein Zeichen für eine Überforderung sein. Dann sollten Sie in den Krankenstand bzw. unter Umständen sogar in den vorzeitigen Mutterschutz gehen.
Bin 34 Jahre in der SSW 22. Beim letzten Ultraschall wurde festgestellt, dass die Nabelschnur nur eine Arterie und eine Vene besitzt. Nach Meinung meines Gynäkologen wäre eine Fruchtwasser bzw. Plazentapunktion zu riskant - möchte auch selbst kein Risiko für mein Baby eingehen. Jetzt habe ich gehört, dass es ein spezielles Feinultraschall gibt, um abzuklären, ob ein Organ ebenfalls fehlgebildet ist. Gibt es in Ihrem Haus vielleicht dieses Gerät oder wo kann ich diese Untersuchung machen lassen. Mein Gynäkologe lehnt jede weitere Untersuchung ab.
  • Üblicherweise bedeutet das Fehlen einer Nabelschnurarterie nichts. Andererseits ist es bekannt, dass z.B. die Wahrscheinlichkeit auf eine Chromosomenstörung erhöht ist. Das lässt sich nur durch eine Chromosomenbestimmung z.B. durch Fruchtwasserpunktion (Amniozentese) klären. Die Aussage Ihres Gynäkologen, dass das zu riskant wäre, kann ich nicht nachvollziehen. Das ist eine Routineeingriff, der in diesem Schwangerschaftsstadium nahezu risikolos ist. Ihre Idee, eine besonders genaue Ultraschalluntersuchung auf andere Fehlbildungen zu machen, ist sicherlich eine Möglichkeit. Allerdings geht es dabei nicht nur um die Qualität der Geräte, sondern auch um die Erfahrung der UntersucherInnen. Ich empfehle Ihnen daher, so Sie diese Untersuchung machen wollen, sich an die Pränataldiagnostik im AKH Telefon 01-40400-2804, an das SMZ-Ost Telefon 01-28802 an OA Haffner oder an die Semmelweis Frauenklinik Telefon 01-47615-0 zu wenden. Es ist mir aber wichtig, Ihnen auch eine persönliche Erfahrung mitzugeben: Ich habe in meinem Berufsleben schon öfter Frauen mit diesem Symptom gesehen. Ich habe allerdings am Schluss nur gesunde Kinder gesehen, wo die Nabelschnur halt um eine Arterie weniger als der Durchschnitt hatte.
Ich bin in der 13. Woche und habe seit einiger Zeit sehr starke Blähungen sowohl im Magen als auch Darm (außerdem Verstopfung). Diese Blähungen führen dazu, daß ich stundenlang wie ein Luftballon herumlaufe. Außerdem bringe ich pro Mahlzeit nur sehr wenig hinunter, obwohl ich früher eine sehr gute Esserin war, wie man so schön sagt. Mittlerweile traue ich mich nicht mehr, gesund zu essen, sprich: viel Gemüse, Vollkorn etc., weil ich den Eindruck habe, daß ich teilweise gerade davon die Blähungen bekomme. Können Sie mir einen Tipp geben?
  • Das Leiden, das Sie beschreiben, ist in der Schwangerschaft gar nicht selten. Ihre Vermutung, dass das gerade mit dem gesunden Essen zu tun hat, ist richtig. Das kommt daher, dass in der Schwangerschaft der Darm träger wird und die Nebenwirkung des guten Essens (=Blähungen) fühlbarer wird. Mein Rat: bleiben Sie so weit es geht bei Ihrer Ernährung. Versuchen Sie es zunächst mit Tees dagegen: Fenchel, Anis, Kümmel zu gleichen Teilen gemischt sollten Abhilfe bringen.