Stillen

1. Mein Sohn ist mittlerweile schon drei Monate alt. Ich habe gelesen, daß sich nach drei Monaten der Hormonhaushalt der Mutter umstellt und sich die Milchproduktion genau auf die Bedürfnisse des Kindes einstellt. Ist das richtig?
2. Inwieweit kann sich das bei mir wie bei meinem Sohn bemerkbar machen?
  • 1.Die Milchproduktion stellt sich von Anfang an genau auf die Bedürfnisse des Kindes ein.
  • 2.Kinder verändern ihr Trinkverhalten, z.B. im Zusammenhang mit Wachstumsschüben trinken sie mehr.
Interessanterweise wird mein Sohn immer noch mit nur einer Brust satt?
  • Das ist in Ordnung so. Das kommt gar nicht so selten vor.
Es heißt, dass erst nach fünf Minuten trinken die fettreiche Milch kommt und ein zu frühes Wechseln der Seiten schlecht sei, weil das Kind dann zuviel der Vordermilch bekommt (Blähungen). Stimmt das?
  • Ja, das stimmt!
Ich lasse meinen Sohn immer mindestens fünf Minuten an einer Seite trinken und will dann wechseln, aber da ist er meist schon satt, weil ich recht viel Milch habe. Kann das problematisch werden? Ich habe halt nie so wirklich das Gefühl, leergetrunken zu werden. Kann ich die Milchmenge irgendwie selbst steuern?
  • Warum lassen Sie ihn nur fünf Minuten an einer Seite trinken? Lassen Sie ihn, solange er will. Das ist nicht überraschend, wenn Sie ihn nach fünf Minuten unterbrechen. Ganz leer wird die Brust ohnehin nicht. Wenn ihr Kind satt ist, gibt es keine Veranlassung dafür.
Ist Abpumpen der Milch aus der Brust sinnvoll oder soll ich das nur im äußersten Fall machen?
  • Nicht Abpumpen. Das stört den gesamten Rhythmus!
Unser Kind hat Anfang Oktober beschlossen, auch auf die abendliche Brustmahlzeit zu verzichten... Ich war recht erstaunt, wieviel Milch ich immer noch hatte, obwohl ich schon längere Zeit nur noch abends gestillt hatte! Zur Zeit ist es so, dass zwar das unangenehm pralle Gefühl weg ist, aber Milch kommt immer noch! Nicht, dass mich das stören würde; ich wollte nur wissen, wie lange es ungefähr dauern kann, bis die Milch ganz ausbleibt.
  • Ich würde Phytolacca D2 empfehlen und zwar fünf Globuli eine halbe Stunde bevor die Milch zu erwarten ist, dann wenn die Milch am meisten kommt von der Zeit her, Pfeffermintee oder Salbeitee trinken (ca. ein bis zwei Tassen pro Tag).
Wo kann ich generell bei Stillproblemen Hilfe finden?
  • Ich empfehle zur Hilfe einerseits Laktationsberaterinnen der La Leche League oder eine Stillgruppe (siehe Nussdorf Veranstaltungskalender) anzusprechen. Weitere Inforamtionen finden Sie auch auf unserer Seite zum Thema "Nach der Geburt- Stillen".