Unser Leitbild

Aus der Unmöglichkeit 1985 Veränderungen in den Spitälern und der Schwangerenbetreuung zu bewirken, fanden sich Hebammen und GynäkologInnen zusammen um ein Modell zu entwickeln oder einer Vision eine Wirklichkeit zu geben, bei der es möglich war folgende 10 Punkte zu erfüllen:

  • Schwangerschaft, Geburt und die Zeit danach sind eine Einheit. Eine ganzheitliche medizinische , geistige und seelische Betreuung soll ein gemeinsames Erleben zwischen Mutter (Eltern) und Kind unterstützen.
  • Der Körper der Frau ist für die Geburt so gut ausgerüstet, dass er meistens keine technischen Hilfen braucht. Hebamme und/oder Arzt greifen in den Prozess nur ein, wenn eine Störung=Krankheit auftritt.
  • Eine gute Geburtsvorbereitung trägt wesentlich zu einer sicheren und positiven Geburt bei.
  • Das Ziel jeder Geburt ist eine möglichst geringe körperliche und seelische Belastung für Mutter und Kind. Dazu gehören Bewegungsfreiheit, die Wahl der Geburtsposition und die Vermeidung unnötiger Eingriffe.
  • Intensivbetreuung soll Intensivüberwachung ersetzen. Eine Hebamme für eine Frau erkennen mögliche Risiken und werden nicht durch Apparate ersetzt. Die Frau ist gleichberechtigte Partnerin und nicht bevormundete Patientin.(1 :1 Betreuung)
  • Eingriffe, die im Interesse der Sicherheit von Mutter und Kind notwendig sind, (z.B. geburtshilfliche Operationen, Medikamente) wiedersprechen in keiner Weise den Zielsetzungen einer ganzheitlichen Geburtshilfe.
  • Die Geburt soll in einer angenehmen Umgebung, in einer Atmosphäre der Geborgenheit, des Respekts, der Ruhe und des Vertrauens stattfinden.
  • Der Partner oder andere Bezugspersonen sind bei der Geburt willkommen, wenn es dem Wunsch der Gebärenden entspricht.
  • Der ungestörte Eltern-Kind-Kontakt nach der Geburt ist wichtig. In den ersten Stunden findet die Prägung, das sogenannte Bonding, statt. Gesunde Babys dürfen nicht von der Mutter (Eltern) getrennt werden. Es kann auch später gemessen, gewogen und gewaschen werden.
  • Die Mutter muss beim Stillen unterstützt werden. Die erste Brustfütterung sollte in den ersten zwei Lebensstunden noch im Geburtsraum stattfinden.

Diese 10 Punkte lassen sich auch in einem Satz zusammenfasssen:

Frauen haben ein Recht auf Selbstbestimmung und die Respektierung Ihrer Wünsche.

Wir sind der Überzeugung, dass Geburtshilfe mehr zu sein hat, als gesunde Mütter und gesunde Neugeborene zu produzieren. Geburtshilfe, die den ganzen Menschen, die Familie einbezieht, ist die beste Vorsorgemedizin. Es ist wichtig, die Kraft der Frau unter der Geburt zu unterstützen und ihr die Möglichkeit geben, sich völlig in das Geburtsgeschehen fallen zu lassen, mit dem Resultat einer natürlichen Geburt.

Telefonnummer der Nussdorf Hebammen